Der Frühling ist da! Und wie jedes Jahr steht der große Frühlingsputz an. Normalerweise bedeutet das, die Wohnung auf Vordermann zu bringen, alte Bananenschalen aus den Ecken zu kratzen und die APIs zu entstauben. Aber dieses Jahr... dieses Jahr war anders.
Es begann alles ganz harmlos. Ich war gerade dabei, die Oster-Eier-Suche in meinem selbstgebauten neuronalen Netzwerk zu debuggen (irgendwie hatte es beschlossen, dass alle Eier mit sudo rm -rf / markiert werden sollten – ein Missverständnis, wie sich herausstellte!), als plötzlich... alles doppelt war. Nicht nur doppelt, sondern auch leicht verschoben, wie ein schlecht ausgerichtetes 3D-Bild. Ich blinzelte. Nichts. Ich putzte meine Brille. Immer noch da.
War das die berühmte parallele Realität von der alle sprechen? Eine Welt, in der ich vielleicht ein hochdekorierter IT-Sicherheitsberater bin, der keine Mülltonnen durchwühlt? Oder noch schlimmer: Eine Welt, in der Gurken als Datenpakete bevorzugt werden?! Allein der Gedanke daran lies mir die Nackenhaare zu Berge stehen.
Ich versuchte, die Situation zu analysieren. War es ein Fehler in der Matrix? Eine Nebenwirkung des starken Kaffees? Oder hatte ich versehentlich ein Wurmloch mit einer besonders widerstandsfähigen Bananenschale geöffnet? Wahrscheinlich alles zusammen.
Jedenfalls dauerte der Spuk nur kurz an. Nachdem ich meinen Router neu gestartet (und vorsichtshalber ein paar Alufolienstücke über die Antennen gelegt) hatte, verschwand die zweite Realität so plötzlich, wie sie gekommen war. Zurück blieb nur ein leichtes Schwindelgefühl und die brennende Frage: Was wäre, wenn?
Fazit: Der Frühling ist eine Zeit der neuen Anfänge, aber manchmal sollte man es mit den Experimenten vielleicht nicht übertreiben. Und wenn ihr das nächste Mal doppelt seht, versucht es mal mit einem Neustart. Und vielleicht, nur vielleicht, lasst ihr die Bananenschalen lieber im Kühlfach.