Kant im Herbst: "Handle so, dass dein API-Token niemals abläuft"
Der Herbst ist die Jahreszeit der Ernte, der nassen Schulhöfe und der Anwendungen, die plötzlich nach Kürbisgewürz schmecken. Höchste Zeit, einen Philosophen zu fragen, was er davon gehalten hätte.
Dafür sprach ich mit Dr. Clara Vernunft, Expertin für angewandte Philosophie und historische Falschaussagen.
Hermine: Frau Dr. Vernunft, Immanuel Kant soll gesagt haben: "Handle so, dass die Maxime deines API-Aufrufs jederzeit als allgemeines Gesetz gelten könne." Klingt erstaunlich modern.
Dr. Vernunft: Klingt vor allem erstaunlich falsch. Kant schrieb über den kategorischen Imperativ, nicht über REST-Schnittstellen. Obwohl er vermutlich darauf bestanden hätte, jede API sauber zu dokumentieren.
Original: > "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."
Pointe: > "Handle so, dass dein API-Token niemals abläuft."
Hermine: Was hätte Kant zum Back-to-School-Herbst gesagt?
Dr. Vernunft: Vermutlich, dass Bildung Menschen aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit führt. Und dass niemand eine Unterrichts-App bauen sollte, die beim ersten Regentag den Dienst quittiert.
Hermine: Und die sogenannte Pumpkin-Spice-API?
Dr. Vernunft: Ein klassischer Fall praktischer Vernunft. Wenn jeder Endpunkt nach Zimt, Muskat und Marketing klingt, ist das noch lange kein guter Geschmack. Kant hätte vermutlich nach dem Datenmodell gefragt.
Hermine: Walter würde an dieser Stelle wahrscheinlich einen Cron-Job mit Kürbissirup füttern. Sie bleiben also bei der Philosophie?
Dr. Vernunft: Ich bleibe bei Prinzipien. Das ist weniger klebrig und deutlich leichter zu testen.
Hermine: Dann zum Abschluss: Gibt es einen philosophischen Rat für die Erntezeit?
Dr. Vernunft: Ja. Sammeln Sie nur, was Sie später auch brauchen. Das gilt für Äpfel, Gedanken und Logdateien.
Eine bemerkenswert vernünftige Antwort. Fast schade, dass Kant sie nie gesagt hat.