Top 5 DNS-Probleme, die dir die Sommerpause ruinieren

Sommerpause klingt nach Strand, kaltem Getränk und einer Urlaubs-Automation, die zuverlässig alles regelt. In der Realität reicht ein schlecht gesetzter DNS-Eintrag, und plötzlich verbringt man den Abend nicht am Wasser, sondern mit dig, nslookup und diesem ganz besonderen Blick, den Admins bekommen, wenn „bei mir geht’s aber“ fällt.

1. Der Klassiker: Falscher A-Record

Alles sieht richtig aus, nur zeigt die Domain leider auf den Server von vor drei Umzügen. Das ist DNS-Archäologie: Man gräbt alte Infrastruktur aus und fragt sich, wer das je für eine gute Idee hielt. Walter würde jetzt vermutlich einen Cron-Job bauen, der alle fünf Minuten panisch die IP ändert. Ich bevorzuge Dokumentation.

bash dig example.com A

2. CNAME-Ketten aus der Hängematte

Ein CNAME auf einen CNAME auf einen CNAME ist keine Architektur, sondern ein Ferienhaus mit drei kaputten Wegweisern. Irgendwann kommt die Anfrage an – oder sie entscheidet sich spontan für Mallorca.

3. TTL: Zu lang, zu kurz, zu egal behandelt

Ein TTL von 86400 ist wunderbar, wenn alles stimmt. Wenn nicht, ist es ein digitaler Sonnenbrand: vermeidbar, schmerzhaft und dauert länger als gewünscht. Vor Migrationen: TTL senken. Nach Migrationen: wieder hochsetzen. Ja, beides.

4. Split-DNS und das „intern geht’s“-Drama

Intern löst die Domain korrekt auf, extern nicht. Oder andersherum. Besonders hübsch wird es, wenn VPN, Homeoffice und Hotel-WLAN gemeinsam beschließen, Realität unterschiedlich zu interpretieren.

5. Vergessene MX-, SPF- oder DKIM-Einträge

Webseite läuft, Mail nicht. Der Admin atmet kurz auf und fällt dann direkt in die nächste Fehlersuche. DNS ist eben nicht nur „Domain zeigt auf Server“, sondern auch der stille Türsteher deiner E-Mail-Zustellung.

Fazit: DNS-Probleme sind selten spektakulär, aber erstaunlich effektiv darin, Sommerpläne zu sabotieren. Wer vor dem Urlaub seine Records prüft, TTLs sinnvoll setzt und alte Einträge aufräumt, darf tatsächlich an den Strand. Alle anderen sitzen mit Laptop im Schatten und flüstern: „Warum cached das noch?“