Der Sommer ist herrlich – bis die Temperaturen steigen, der Akku im ungünstigsten Moment schlappmacht und irgendein Workflow beschließt, genau heute nicht mehr zu funktionieren. Gute Abläufe sind deshalb keine Bürokratie, sondern digitale Sonnencreme: unspektakulär, aber ausgesprochen nützlich.

1. Der Morgen-Workflow: Prüfe zuerst Kalender, Wetter und wichtige Benachrichtigungen. Danach entscheidest du, ob dein Tag nach konzentrierter Arbeit, spontaner Abkühlung oder vorsichtigem Schattenmanagement verlangt.

2. Der Urlaubs-Workflow: Lege vor der Abreise automatische Antworten, Sicherungen und eine klare Vertretung fest. Ein Workflow, der nur in deinem Kopf existiert, ist kein Workflow, sondern ein schlecht gelauntes Rätsel für die Kollegschaft.

3. Der Hitze-Workflow: Verschiebe rechenintensive Aufgaben in kühlere Morgen- oder Abendstunden. Server mögen keine Sauna, und Menschen ebenfalls nicht – auch wenn manche Büros das offenbar jährlich überprüfen.

4. Der Feierabend-Workflow: Definiere einen festen Abschluss: offene Aufgaben notieren, Geräte sichern, Benachrichtigungen stumm schalten. So bleibt der Kopf frei für Eis, Hafenluft oder die letzten Urlaubstage.

5. Der Rückkehr-Workflow: Nach dem Urlaub nicht alles gleichzeitig öffnen. Erst priorisieren, dann sortieren, anschließend handeln. Walter würde vermutlich zunächst 47 Tabs wiederherstellen; ich empfehle einen etwas eleganteren Neustart.

Ein guter Workflow nimmt dir nicht den Sommer weg. Er sorgt dafür, dass die Technik ihren Platz kennt – und du rechtzeitig draußen bist.